Die erste Turbine des 1,1 GW starken Offshore-Windparks Thor, der von RWE und Norges Bank Investment Management entwickelt wird, wurde in der dänischen Nordsee installiert.
Die Installationsarbeiten am Projektstandort, der sich etwa 22 km vor der Westküste Jütlands befindet, begannen kurz nachdem das Projekt Anfang 2026 eine 30-jährige Stromerzeugungslizenz erhalten hatte.
Die Turbinen werden vom Hafen von Esbjerg aus mit dem Schiff Brave Tern, das von Fred. Olsen Windcarrier betrieben wird, transportiert und installiert, wobei pro Zyklus drei Turbinen installiert werden.
Bis Ende 2026 sollen insgesamt 72 Siemens Gamesa SG 14-236 DD-Turbinen mit einer Nennleistung von jeweils bis zu 15 MW installiert werden. Jede Turbine ragt 148 Meter über den Meeresspiegel hinaus, die Rotorblätter haben eine Länge von 115 Metern.
Nach der vollständigen Inbetriebnahme im Jahr 2027 soll der Windpark Thor genügend Strom erzeugen, um mehr als eine Million dänische Haushalte zu versorgen und Dänemarks Klimaziele zu unterstützen sowie zur Energieunabhängigkeit Europas beizutragen.
Das Projekt umfasst auch Nachhaltigkeitsmerkmale wie Stahlturbinentürme, die von Siemens Gamesa mit einem geringeren CO2-Fußabdruck hergestellt werden, und recycelbare Rotorblätter für einige Turbinen.
„Großprojekte im Offshore-Bereich erfordern Teamarbeit, Präzision und ein klares Bekenntnis zur Sicherheit – Eigenschaften, die unsere Teams bei Thor täglich unter Beweis stellen. Mit der Installation der ersten Turbine haben wir einen wichtigen Meilenstein beim Bau von Dänemarks größtem Offshore-Windpark erreicht. Nach der vollständigen Inbetriebnahme wird Thor eine entscheidende Rolle bei der Erreichung der dänischen Klimaziele und der Stärkung der Energieunabhängigkeit der EU spielen“, sagte Sven Utermöhlen, CEO von RWE Offshore Wind.
Der Windpark Thor ist Dänemarks bisher größtes Offshore-Windprojekt. Ein neues Servicegebäude von RWE im Hafen von Thorsminde, dessen Eröffnung für März geplant ist, wird den Betrieb des Projekts unterstützen und voraussichtlich 50 bis 60 Arbeitsplätze vor Ort schaffen.