Mit der Genehmigung der Felder Gendalo, Gandang, Geng North und Gehem wird Eni voraussichtlich bis zu 2 Milliarden Kubikfuß Gas und 90.000 Barrel Kondensat pro Tag im Plateau-Stadium liefern. Die Projekte nutzen die bestehende Infrastruktur, um die Markteinführungszeit zu verkürzen und sowohl die inländische Versorgung als auch die LNG-Exporte zu stärken.
Eni hat die endgültigen Investitionsentscheidungen (FIDs) für das Gasprojekt Gendalo und Gandang (South Hub) sowie für die Felder Geng North und Gehem (North Hub) getroffen, nur 18 Monate nach der Genehmigung der Entwicklungsprojekte (PODs) im Jahr 2024. Dieser Meilenstein bestätigt das rasante Entwicklungstempo der Tiefseegasprojekte von Eni vor der Küste Ostkalimantans.
Die Entwicklungen kombinieren modernste Technologien mit der Nutzung bestehender Infrastruktur, darunter die schwimmende Produktionsanlage Jangkrik (FPU) und die Verflüssigungsanlage Bontang . Dieser integrierte Ansatz ermöglicht erhebliche Kosteneinsparungen und beschleunigt die Markteinführung.
Der Entwicklungsplan für die Felder Gendalo und Gandang in Wassertiefen von 1.000 bis 1.800 Metern umfasst die Bohrung von sieben Förderbohrungen und die Installation von Tiefsee-Unterwasserproduktionssystemen, die an die Jangkrik-FPU angebunden sind. Für den North Hub sieht das Projekt die Bohrung von 16 Förderbohrungen in Wassertiefen zwischen 1.700 und 2.000 Metern sowie die Installation von Unterwassersystemen vor, die mit einem neu gebauten FPSO verbunden sind. Dieses FPSO kann über 1 Mrd. Kubikfuß Gas und 90.000 Barrel Kondensat pro Tag verarbeiten und verfügt über eine Speicherkapazität von 1,4 Millionen Barrel.
Die beiden Projekte verfügen über kombinierte Erdgasvorkommen von fast 10 Billionen Kubikfuß (Tcf) und 550 Millionen Barrel Kondensat. Die Projekte sollen 2028 in Betrieb gehen, und Eni wird voraussichtlich 2029 eine Produktionskapazität von 2 Milliarden Kubikfuß Gas und 90.000 Barrel Kondensat pro Tag erreichen. Das Gas wird über eine Exportpipeline an Land zu einer Empfangsanlage transportiert, die sowohl das bestehende inländische Pipeline-Netz als auch die LNG-Anlage in Bontang versorgt. Das produzierte LNG wird sowohl den Inlandsbedarf als auch internationale Märkte decken. Das Kondensat wird auf dem FPSO-Schiff (Floating Production, Storage and Offloading Unit) vor der Küste verarbeitet und gelagert, bevor es per Shuttle-Tanker exportiert wird.
Der Entwicklungsplan sieht außerdem vor, die Betriebsdauer der Bontang-LNG-Anlage durch die Reaktivierung einer ihrer derzeit stillgelegten Verflüssigungsanlagen (Anlage F) zu verlängern.