Tragbare Geräte im SURF-Wechsel

13 Juni 2019
Der MDL RDS der dritten Generation (Foto: MDL)
Der MDL RDS der dritten Generation (Foto: MDL)

Maritime Developments (MDL) hat im April ein flexibles Installationsprojekt vor der Küste Westafrikas abgeschlossen. Im Auftrag von DeepOcean wurde das MDL-Spulenantriebssystem der dritten Generation (RDS) an Bord des Polar Onyx für die Installation einer 2,5 Kilometer langen Förderleitung für das Tullow Oil EN-09 TEN-Projekt vor der Küste Ghanas eingesetzt.

Die in 1.750 Metern Wassertiefe installierte Flowline war die längste und tiefste Flowline-Installation in der 20-jährigen Geschichte von DeepOcean. Die Unterseekampagne auf den Tiefwasserfeldern Jubilee und Tweneboa, Enyenra, Ntomme (TEN) ermöglichte die Anbindung an die schwimmende Produktions-, Lager- und Abladeeinheit (FPSO) Prof. John Evans Atta Mills.

Das MDL RDS wurde als Ergänzung zum Vertical Lay System (VLS) des Schiffes integriert und vom MDL-Offshore-Serviceteam betrieben. Das Projekt markierte die Rückkehr von MDLs RDS auf den Polar Onyx in Westafrika nach drei Jahren seit der Installation von Flowlines und Umbilicals mit MPL im Agbami-Feld vor der Küste Nigerias.

Das MDL-RDS der dritten Generation an Bord von Polar Onyx (Foto: MDL)

MDL, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert, liefert seit Mitte der 2000er Jahre tragbare Flex-Lay-Geräte an den Öl- und Gasmarkt. Im Laufe der Jahre entwickelte das Unternehmen das traditionelle Rollenantriebssystem zu einer Maschine, die sicherer und effizienter zu bedienen ist, wobei der Schwerpunkt auf der Reduzierung des kritischen Pfades liegt.

Die ersten wesentlichen Änderungen, die zum System der zweiten Generation führten, bestanden darin, die RDS-Türme so zu konstruieren, dass sie selbsttragend sind (ohne dass das Personal physisch in die Spulennaben klettern muss, um die Türme miteinander zu verketten) und eine vollständige Fernbedienung einzuführen. Dazu gehören ein automatisches Hebe- und Senksystem für die Haspelnaben sowie ein automatisches Spannsystem für die Türme. Nach dem Laufen zwischen den Haspeln wird das System sicher an den Schienen befestigt, ohne dass die Schrauben manuell angezogen werden müssen. All dies wird mithilfe einer drahtlosen Walkabout-Box (WAB) durchgeführt, damit der Bediener an Deck in der optimalen und sichersten Position stehen kann.

Als der Ölpreis einbrach, veranlassten ihn viele Installationsunternehmen, eine effektive Kostenreduzierung anzustreben. In engen Diskussionen wurden Bereiche ermittelt, in denen weitere Zeiteinsparungen erzielt werden könnten, um die Missionskosten zu senken.

Zu diesem Zweck wurde der RDS der dritten Generation so konzipiert, dass er weniger Platz an Deck beansprucht, sodass mehr Produkte an Bord befördert werden können, oder dass ein kleineres Offshore-Versorgungsschiff (OSV) eingesetzt werden kann. Dies wird durch eine schlankere Basis und die Integration des Antriebs in einen der Türme erreicht.

Das RDS der dritten Generation wurde für die Installation einer 2,5 Kilometer langen Durchflussleitung im EN-09-Bereich verwendet. (Foto: MDL)

Ein wesentliches Merkmal zur Beschleunigung der Mobilisierung in Häfen und vor der Küste sind die in die RDS-Schienen integrierten Rollenhalterungen und Zurrpunkte. In der Praxis bedeutet dies, dass die Rollenhalterungen nicht einzeln am Deck angeschweißt werden müssen, sondern in die integrierten Halterungen des RDS eingesteckt werden können.

Derzeit ist MDL dabei, seine Mietflotte um ein weiteres RDS der dritten Generation zu erweitern, und hat für Oceaneering in den USA ein erweitertes Modell des Systems in Form einer 800-Tonnen-Einheit entwickelt.

Zusätzlich zu den vorhandenen Funktionen der dritten Generation ermöglicht der 800Te RDS auch das Downscaling des Systems, um kleinere Rollengewichte und -größen für breitere Anwendungen zu verarbeiten sowie voll beladene Rollen zu schleudern.

Für das EN-09-Projekt von DeepOcean lieferte die MDL-eigene Engineering-Abteilung nicht nur die Ausrüstung und das Offshore-Personal, sondern lieferte auch die Schiffsintegrationsarbeiten für die MDL-Ausrüstung, unterstützte das Genehmigungsverfahren für die DNV-GL-Klasse und leistete Fernmobilisierungsunterstützung Projektbeginn.

Der 800-Tonnen-RDS für das Ozeaneering (Foto: MDL)

Dave Gardiner, MDL BD & Commercial Manager, sagte: „Der Projekterfolg hängt häufig von einer Vielzahl von Faktoren ab, einschließlich der richtigen Planung und Erfahrung. Sowohl MDL als auch DeepOcean feiern 2019 ihr 20-jähriges Bestehen, was in der Kombination einen beispiellosen Leistungsausweis bringt.

„Darüber hinaus waren Kontinuität und Einarbeitung der Schlüssel zum Erfolg des EN-09-Projekts. Im Jahr 2016 lieferte MDL das gleiche RDS an Bord des Polar Onyx für ein weiteres westafrikanisches Projekt mit einer Laufzeit von 114 Tagen. Mit der Wahl von MDL sicherte DeepOcean eine schlankere und operativ wirksame Lösung für sein Projekt.

"MDL war in der Lage, einen schnellen Zeitplan für die Projektabwicklung zu erstellen, da das gesamte Engineering inhouse und das innovativste RDS auf dem Mietmarkt verfügbar waren."

Andreas Veiset Bergum, DeepOcean Engineering Manager Africa, sagte: „Der Beitrag von MDL zum Projekt mit seinem innovativen RDS-System, der kompetenten technischen Unterstützung und der Einstellung zum„ Können “spielte eine wichtige Rolle für eine effiziente Planung und sichere Ausführung des Projekts.“

Das MDL-RDS der dritten Generation wird nun in Westafrika verbleiben, um der Verlagerung des lokalen Marktes von der Nutzung von aus Europa und anderen Ländern mobilisierten Installationsschiffen hin zu einem schlankeren und flexibleren Ansatz für die Nutzung der in der Region verfügbaren Ressourcen Rechnung zu tragen. Dies ermöglicht es dem Projektteam die Lösung auf ihren Arbeitsbereich zuschneiden und nicht umgekehrt.

(Foto: MDL)

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